In den ehemaligen Räumlichkeiten der Markusgemeinde in der Gut-Heil-Str. 12-14 im Dortmunder Norden entsteht ein solcher Ort: Das Sozial Ökologische Zentrum – SÖZ! Mach mit, sei dabei:

Aktuell:

Veranstaltung zum NSU-Komplex und seinen Dortmunder Unterstützer:innen

Das Sozial-Ökologische Zentrum freut sich, am kommenden Montag, den 16.03.2026, ab 19:00 Uhr die Veranstaltung „20 Jahre nach dem Mord an Mehmet Kubaşık“ in seinen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen. Die vom Bündnis „Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund“ und der Amadeu Antonio Stiftung ausgerichtete Veranstaltung widmet sich der bis heute ausgebliebenen lückenlosen Aufklärung des NSU-Komplexes.

Die Veranstaltung wirft zum einen ein Schlaglicht auf die Dortmunder Unterstützer*innen der rechtsterroristischen Gruppe, die für zehn Morde und mindestens drei Sprengstoffanschläge verantwortlich war. Zum anderen werden die Verstrickungen von Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten kritisch beleuchtet.

 Mit Caro Keller von NSU-Watch, das die Aufarbeitung des NSU-Komplexes seit 2012 kritisch begleitet, und dem Soziologen sowie ehemaligen Referenten des NSU-Untersuchungsausschusses NRWHendrik Puls, diskutieren zwei ausgewiesene Expert*innen ein Thema, das vor dem Hintergrund rechter Wahlerfolge und Gewalt kaum aktueller sein könnte.

 „Für uns als Sozial-Ökologisches Zentrum in der Nordstadt ist diese Veranstaltung keine abstrakte Auseinandersetzung mit vergangener Gewalt. Sie betrifft einen rassistischen Mord, der hier verübt wurde, in diesem Stadtteil, und sie betrifft die bis heute offenen Fragen nach Verantwortung, Unterstützung und Aufklärung in Dortmund“, erklärt Tim Maaß, Sprecher des Sozial-Ökologischen Zentrums.

 Das Sozial-Ökologische Zentrum schließt sich vorbehaltlos den Forderungen von Gamze und Elif Kubaşık an: „Alle weiteren Täter/Helfer müssen endlich ermittelt werden. Auch in Dortmund.

Das SÖZ! bei der Manifesta16+

Vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 findet im Ruhrgebiet die internationale Kunstbiennale Manifesta16 Ruhr „This is not a Church“ zur Zukunft der Kirchenbauten teil. Das SÖZ! wurde im Rahmen eines Open Call als Partnerin ausgewählt und ist mit den Projekten BAZE und THIS IS NOT A BAR beteiligt.

Das SÖZ! – ein Ort für Alle

Hier entsteht ein Baustein einer solidarischen Stadt. Das SÖZ ist keine Insel, sondern öffnet sich für die Menschen aus der Nachbarschaft. Es steht allen Menschen offen, die rücksichtsvoll miteinander umgehen. Wir wollen gemeinsam diesen Ort gestalten – auf Augenhöhe und frei von Verwertungslogik.

Selbstverwaltet statt nur beteiligt

Die Nutzer:innen des SÖZ werden nicht nur an der Verwaltung des Zentrums beteiligt, sondern treffen alle Entscheidungen gemeinsam selbst. So ermöglicht das SÖZ die Einübung demokratischer Prozesse. Dabei ist elementar, eine Kultur aktiv mitgestalteter Freiräume zu pflegen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen

Werkstatt für die Zukunft

Das SÖZ ist ein Raum zum Experimentieren. Das Zentrum bietet Platz für Proberäume, Gruppenräume und Werkstätten. Es ist Versuchsraum für ein solidarisches Miteinander, Freiraum für Kunst und Kultur und praktische Werkstatt für eine Transformation der Gesellschaft bei der das Miteinander und nicht Gewinninteressen im Vordergrund stehen.